Ei-Ersatz

Ich habe irgendwann angefangen mit den verschiedenen Vorschlägen aus dem Internet zu experimentieren. Die besten Ergebnisse habe ich mit Johannisbrotkernmehl erzielt.

Ich nehme für ein Ei einfach 1/2 TL Johannisbrotkernmehl mit Wasser verrührt. Kommen in einen Kuchen z.B. mehr als 3 Eier gebe ich trotzdem nur max. 3x die o.g. Menge hinein und gebe noch eine Prise Natron hinzu. Auch hier tolle Ergebnisse.

Außerdem können in dunklen Teigen einfach gemahlene Chiasamen verwendet werden, hierzu einfach 1-2 EL Chiasamen mit einem guten Mixer mahlen.

Flohsamenschale dickt auch gut ein. Gerade in Brot oder schweren Teigen, aber auch bei pflanzlichen Frikadellen klappt es super!

Andere Tipps im Internet lauten auch mit Sojamehl oder normaler Kartoffelstärke. Bei süßen Kuchen z.B. auch 3 EL Apfelbrei oder eine halbe Banane. Experimentiert einfach selbst ein bisschen.

Auch Weihnachtsplätzchen werden klasse ohne Ei. Siehe auch hier.

Vorratshaltung – wichtig!

Wer sich gesund ernähren möchte, muss einige Basics zuhause im Kühlschrank und in der Vorratskammer haben.

Am wichtigsten sind natürlich:

  • saisonales Bio-Obst, das man sehr gerne isst. Gerne auch immer mal wieder was neues. Wer jeden Tag nur Birnen und Äpfel isst, wird sie auf Dauer nicht mehr sehen können.
  • saisonales Bio-Gemüse: Sowohl als Rohkost, aber auch Gemüsesorten, die man lecker braten, dünsten, dämpfen oder frittieren kann.
  • Kartoffeln, festkochen und mehligkochend. Auch hier immer mal wieder neue Sorten suchen und ausprobieren.
  • Nudeln (Hartweizen, ohne Ei). Auch gibt es mittlerweile sehr gute Vollkorn- oder Dinkelnudeln. Einfach mal testen. Wenn Ihr aber lieber die “normale” Pasta mögt, bitte seht es locker. Nudeln haben leider so einen schlechten Ruf, der meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist. Ich könnte ohne Nudeln nicht leben.
  • Getreide, unbehandelt: Grünkern, Dinkel, Couscous, Bulgur, Hirse, etc. Hier heißt es experimentieren! Ich werde nach und nach immer mehr leckere Rezepte einstellen. Einfach probieren!
  • Hülsenfrüchte: rote Linsen, Kichererbsen und Kidneybohnen (gerne in Dosen – aber bitte aus dem Naturkostladen)

Im Kühlschrank:

  • Butter oder vegane Alternative (ich nehme oft Alsan)
  • Saure Sahne, Schmand oder vegane Alternative
  • Sahne oder vegane Alternative (ich nehme oft Hafersahne)
  • Senf, Tomatenmark, Essiggurken
  • verschiedene pflanzliche Aufstriche (meine Favoriten sind ganz klar von Zwergenwiese)
  • Mandelmilch (ich versuche Kuhmilch zu vermeiden, aber dazu mehr an anderer Stelle)

Im Vorratsschrank:

  • Tomaten passiert, gestückelt, geschält etc. in Dosen
  • Kokosmilch
  • Ghee oder Kokosöl (ich schlage hier immer im DM-Markt zu)
  • Bio-Agavendicksaft

Im Gewürzregal:

  • Bio-Gemüsebrühe ohne Hefe
  • Pfeffer (ich habe bunten, schwarzen, weissen und rosa Pfeffer)
  • Curry
  • Paprikapulver
  • Zimt
  • Chili
  • Paprikaflocken
  • getrockneter Bio-Knoblauch (geht manchmal einfach schneller (z.B. bei Dressings)
  • Bio All`Arrabiata

Die Liste wird stetig erweitert!

Durchhalten?!

Hallo Ihr Lieben,

heute beschäftige ich mich mit dem Thema Durchhalten. Gerade bei einer Ernährungsumstellung ist es am Anfang schwer, konsequent zu sein.

Unser Körper gibt uns ständig das Gefühl, er will das gar nicht und hat dafür ganz gute Methoden entwickelt. Unser Körper ist nämlich das eigentliche “Gewohnheitstier”. Hat er sich doch z.B. mit der täglichen Ration Schoki oder dem Leberkäsbrötchen frühs um 10 Uhr so toll arrangiert. Dass uns dabei das schlechte Gewissen packt, kann er beim Kauen sehr gut ignorieren.

Alle, die mit meiner Hilfe die Ernährung umgestellt haben, können gar nicht glauben, warum es Ihnen früher so schwer viel. Ich habe mal ein paar Gründe zusammengefasst.

Zu kleine Portionen
Viele Diäten versprechen hohen Gewichtsverlust und wenn man sich die Essenspläne anschaut, weiß man auf welchem System das basiert.  1 Scheibe Vollkornbrot mit 1 Scheibe Putenwurst – wer will denn damit satt werden. Anfangs, wenn die Motivation hoch ist, funktioniert das – einen kurzen Moment und irgendwann werden aus kleinen Portionen wieder große Teller. Oder der Heißhunger kommt 1-2 Stunden später und dann ist alles egal….

Zu kompliziert
Was habe ich jetzt schon gegessen? Was darf ich noch essen? Rezepte über 2 Seiten, die 45 Minuten Vorbereitungszeit benötigen?
Wer kennt es nicht. Man will loslegen, aber es ist einfach zu schwierig und kompliziert. Nur wenn eine Ernährung in Euren Alltag zu integrieren ist, wird es auch auf Dauer funktionieren.

Nicht flexibel genug
Wie oft funktionieren die Diäten einwandfrei zuhause. Aber sobald eine Einladung naht, Hochzeit, Geburtstag, Betriebsfest, weiß man schon nicht mehr, wie es weitergehen soll. Daher ist es wichtig, dass ich lerne, bestimmte Ausnahmen zu kompensieren und zwar nicht mit dauerndem Kalorieneinsparen. Das produziert nämlich erst recht Heißhungerattacken und wir kommen nach der Ausnahmen nicht mehr ins Konzept zurück.

Nicht familienfreundlich
Fast alle meine Teilnehmer haben Mann, Kinder oder teilweise sogar Schwieger/Eltern, die mit am Tisch sitzen. Man möchte zusammen das gleiche Essen und nicht immer die Extrawurst sein, die mit Möhrchen dabeisitzt und die anderen essen Pizza. Eine Familienmahlzeit sollte das sein, für was wir sie halten: Eine Mahlzeit für die ganze Familie, bei der sich ausgetauscht wird und man in guter Gesellschaft zusammen isst. Dann ist auch die Psyche “satt”.

Wer das eine oder andere auch schon selbst erlebt hat, dem kann ich nur sagen: Es gibt eine Ernährung, die alles o.g. erfüllt. Die ohne Mengeneinschränkung, einfach umsetzbar und familienfreundlich ist. Lasst Euch von mir an der Hand nehmen und fangt endlich ein neues, gesundes Leben an!